SCHNAUZERL Tierzuflucht

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Schüler: Meine wehrhafte MIA

10. Oktober 2019

Schüler: Meine wehrhafte MIA

Tiefe Einblicke in unsere Arbeit: Dieses ängstliche Wesen bedarf einer besonderen Behandlung.

MIA ist leider extrem ängstlich. An der Leine rastet sie völlig aus – beisst sich blutig in die Zunge – versucht Karabiner zu öffnen – hängt mit beiden Pfoten im Halsband etc. Wenn man sie hochhebt und wieder auf den Boden setzt – das gleiche. Sie kommt nicht = man muss sie fangen. Leckerchen nimmt sie nur heimlich und alleine. In den paar Tagen bei uns hat sie es aber schon halbwegs verstanden liegen zu bleiben, wenn man beim Fangen „SCHHHHHHHH“ säuselt.

Schüler: Meine wehrhafte MIA (Bild 2)

Sie kommt einem fast vor wie ein

ängstliches bockendes Rodeo-Pferd !


04.12.2019

Ein kleines Bild mit großer Wirkung –

Ich konnte eine Freudenträne nicht verdrücken ….

Schüler: Meine wehrhafte MIA (Bild 3)

30.11.2019

Obwohl mir manchmal intensiv ( 😂 ! ) danach wäre, beim neuen Zuhause selbst anzurufen ….. zwinge ich mich (grundsätzlich) professionell das NICHT zu tun ….. 😉 …. wenn ich aber angerufen werde 😍 ….. kann das Gespräch schon Mal länger dauern 😉

Schüler: Meine wehrhafte MIA (Bild 4)

24.11.2019 MIA ist in ihrem neuen Heim und wir sind gespannt, auf das zugesagte Foto ….

Schüler: Meine wehrhafte MIA (Bild 5)

„Grundsätzliches zu Tiervergabe“: Ein guter Tierbetreuer ist überhaupt NICHT stolz, wenn ein Tierchen sich zu sehr an ihn bindet bzw. bei anderen „fremdelt“. Die Aufgabe ist, ein gutes neues Zuhause für JEDES Tierchen zu finden.

🥺 Natürlich gibt es da und dort „Härtefälle“, die einem SEHR ans Herz wachsen –
🥺 Natürlich muss auch der professionellste Tierbetreuer beim Abschied mal heimlich eine unqualifizierte Träne verdrücken –
🥺 Natürlich denkt man sich manchmal:

„Das G´scheiteste wär´ dieses Wesen bleibt da“ –
🥺 Natürlich sind wir auch nur Menschen ….

Das oberste Gebot ist: Abstand wahren – sich auf seine Aufgabe besinnen ! Da & dort schafft es ein Tierchen dann trotzdem ein „hauseigenes“ zu werden. Aber das waren bislang echte Härtefälle (riesig / speziell abgerichtet / bissig / extrem ängstlich / gesundheitliche Probleme / uralt etc.). Meine MIA ist das alles nicht. In ca. 1 Stunde erwarten wir jemanden, der ihr sehr gerne ein neues Zuhause geben möchte. 😍

14.11.2019 „Meine“ MIA ist absolut KEIN (!) hoffnungsloser Fall ! Ich ahne, dass dieses Filmchen (nach Fütterung / vor Reinigung) für andere langweilig ist – jedoch möchte ich zeigen, wie „meine“ kleine Schwarze in Wahrheit ist. 🥰 Natürlich habe ich hier (nach nun schon 5 Monaten) einen gewissen Heimvorteil und als ihre Lieblingsbetreuerin und Tante ihrer Welpen einen Vertrauensvorschuss ….. nur wenn sie denn dann mal jemandem vertraut – ist sie anhänglich ….

ES DAUERT HALT NUR LANGE. Wir arbeiten weiter an der Zugänglichkeit zu „Halb-Fremden“ und „Fremden“ !

Die Tür-Klappe zum großen Außengehege war offen.

Brave MIA hätte jederzeit „flüchten“ können.

12.11.2019

MIA kommt heute wieder zurück. Wir werden wohl noch viel mit ihr arbeiten müssen. Sie hat viele positive Eigenschaften. Jedoch – sie kommt nicht selbständig und lässt sich leider noch immer nicht von Fremden anfassen. Bei „Nicht-Fremden“ (= meine Tochter & ich) ist sie sogar eher anhänglich. Die Arbeit geht weiter. Irgendwo bekomme ich immer mehr Beziehung zu meiner „kleinen Schwarzen“ ….

Leider ist „meine“ spezielle MIA wieder da – sehen wir es positiv – ich ahne nun, wie sie sich in einem Haushalt verhält. Eigentlich ganz OK …. sie lässt sich eben nur nicht von Fremden & Halbfremden anfassen und sucht nicht die Nähe zu einem fremden Menschen. Wir werden hier weiter arbeiten. Ich plane – nachdem sie sich bei mir wieder eingewöhnt hat – ihr Kommandos beizubringen „SITZ-PLATZ-FUSS-HIER“ . Das gibt ihr vielleicht mehr Sicherheit. Das wird schon noch – man braucht Geduld.

03.11.2019

Der letzte Besuch – morgen geht´s HEIM !!!

Schüler: Meine wehrhafte MIA (Bild 6)
Schüler: Meine wehrhafte MIA (Bild 7)
Schüler: Meine wehrhafte MIA (Bild 8)

02.11.2019

Heute kam MIA ´s neue Familie nochmals zu Besuch und ging erstmalig die Bachstraße an der Leine rauf und runter. Es sieht sehr gut aus.

Vom jüngeren (lauffreudigen) Sohn lässt sie sich sogar streicheln.

Bald zieht mein „kleines Schwarzes“ ins neue Heim !

30.10.2019

Heute zweiter Besuch vom neuen Frauchen …. naja ….

MIA ist durcheinander …. nimmt aber geschnittene Wurst-Stücke

29.10.2019

Wir versuchen es !!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!! Meine „besondere“ Schülerin MIA wurde heute RESERVIERT !!!

Ausnahmsweise mit (VON MIR GEWÜNSCHTER !) Probezeit – ich denke aber, die geduldige Frau kommt mit ihr zurecht

26.10.2019

Mit meiner Tochter ( SCHNAUZERL Hotel – Junior-Chefin) Katharina geht Schülerin MIA erstklassig Leine !

24.10.2019

Täglich wird vernünftiges Spazieren geübt. Heute mit Rüdiger (mit mir sieht´s schon besser aus )

22.10.2019

Wir üben und machen Fortschritte ! Die Begeisterung bei unseren Anti-Leinen-Gehern hält sich noch sehr in Grenzen. Es sieht aber schon viel besser aus.

Als Begleithund MUSS man das können !

10.10.2019

Mutterzeit (Schonfrist) ist nun vorbei, meine MIA lebt nun seit einiger Zeit in ihrer gewohnten Gruppe. Da sie sich nicht traut neben einer Dackel-MixHündin zu fressen, praktiziere ich morgens und nachmittags bei ihr 10-Min.-Handfütterung. Funktioniert sehr gut. MIA lässt sich dabei auch anfassen. Bei Geräuschen zuckt sie erschreckt zusammen. Befinden sich Fremde außerhalb des Geheges ist sie am Zaun freundlich – geht Fremder oder Halbfremder rein, fürchtet sie sich.

Geplant ist:

Wir haben – entgegen unserer normalen Richtlinie – beschlossen, in MIA´s Fall eine 10-tägige Probezeit für den neuen geduldigen (!!!) Tierhalter zu vereinbaren.

So entspannt ist meine MIA in der Gruppe – Film von soeben. Kaum ist Mensch im Gehege sieht das völlig anders aus. Fremde gehen (noch) gar nicht !

Wir machen „MUTTER-PAUSE“ ….. alle Blogbeiträge unseres N-Wurfes auf einen Blick:

Vorgeschichte: Meine trächtige wehrhafte Schülerin MIA

TEIL 1: N-Wurf / Vegetative Phase, 1.-2. Woche

TEIL 2: N-Wurf / Übergangsphase

TEIL 3: N-Wurf / Prägung

Vortrag für die neuen Frauchen und Herrchen

27.07.2019

Wir enden nun hier b.a.w. mit der Schule – der Grund dafür ist offensichtlich ! Es beginnt ein neues Kapitel, nämlich:

Unverhoffter N-Wurf

Ich bin froh mit ihr Leine geübt zu haben. Ich konnte sie ohne großen Widerstand in die Krankenstation führen.

20.07.2019

Das Verhalten von MIA ändert sich langsam und geringfügig. Ich zähle hier das Positive auf:

17.07.2019

Heute dritter und letzter Teil der Entwurmung meiner werdenden Mutter. MIA liegt nun nicht mehr völlig erstarrt im Eck, wenn ich reingehe, sondern kriecht unter den Laufsteg und wedelt auf Zuruf heimlich. An ein freiwilliges Herkommen ist noch nicht zu denken – auch nicht mit meinen feinsten Leckerchen.

Jedoch lässt sie sich nun anleinen und herziehen. Sie bockt zwar – aber rastet bei weitem nicht mehr völlig aus und hört dann auch schon auf „NEI’N“ und „NA-NA-NA“.

Fazit: Bei Angsthasen braucht man Zeit & Geduld !

Gerne würde ich erst später umerziehen – jedoch steht über allem – MIA IST TRÄCHTIG und ich MUSS sie deshalb schnellstmöglich halbwegs leinenfest bekommen.

16.07.2019

Es hilft nichts – „WIR“ müssen, aufgrund der Trächtigkeit, schnellstmöglich an die Leine ! Heute habe ich etwas mehr Zeit – ab morgen kommen noch mehr „Hotelgäste“ – u.a. auch dominante Großhunde. Deshalb heute „Doppelschulung“ ….

Begeisterung sieht anders aus …..

Da ich nur eine sehr vage Vorstellung davon habe, wann die Geburt sein wird, muss MIA dringend händelbarer werden. Ich muss bei ihr Saubermachen können – der Tierarzt muss sie untersuchen können – es wäre schön, sie würde mir mehr vertrauen. Es hat weder SIE noch ein MENSCH was davon, wenn sie dermaßen durchdreht.

Natürlich bockte MIA heute, war dann hochgradig beleidigt und nahm kaum noch Wurststückchen = Entwurmung mittels Rachenwurf = warten und warten und warten, bis sie sich entspannt und dann doch Wurststückchen nimmt. Heimlich (während Fresschen) Leine runter – weiter frei sitzend Wurststückchen – irgendwann war Behälter leer – ICH (!!!) beendete Übung.

Zusammenfassung: Es war wie erwartet = nicht besser & nicht schlechter – aber heute KEINEN KRATZER !

Der zweite helle Hund ist ein Hotelgast ihrer Gruppe, dem es bestens schmeckte :). Er zeigte MIA, wie es geht, ein vernünftiger Begleithund zu sein :).

15.07.2019

Wir bereiten uns auf die Geburt vor – ganz wichtig ist, das Muttertier zu entwurmen. Hat super funktioniert mit Vierteltablettenstücken in Wurst gedrückt (Rachenwurf nicht erforderlich ) Ganz kleine Fortschritte werden erkennbar.

13.07.2019

Wir brauchen mehr WURST !!! Es sieht heute schon viel besser aus ! Ich habe ein weiteres, zu fremden Menschen ängstliches, Tierchen in der Tierpension – und dachte mir, das spezielle „Training“ schadet auch meinem Hotelgast nicht !

Ich darf euch einladen, bei einer Schulungseinheit mitzukommen. Gesamtdauer der Übung ca. 30 Minuten (Filmzusammenschnitt: nur ca. 3 !)

Positive Entwicklung heute! Schülerin liegt bereits nach wenigen Minuten nicht mehr ängstlich – zitternd – am Boden kauernd – in Schock-Starre – im letzten Eck …. Vielleicht bald gar nicht mehr ??? …..

12.07.2019

Positive Bewegung ! Das Verhalten zu den anderen Hunden ist schon viel besser !

Hinter dem Zaun ist MIA mutiger – kaum geht ein Mensch ins Rudel, flüchtet sie mit eingezogenem Schwanz.

Was tun ??? ….. BESTECHUNG ??? ….. Erst hinter dem Zaun – dann direkt bei ihr.

Hmmmmm ! Es ist einfach zuuuuu lecker !

Nach etwa 30 Minuten Locken – Werfen – Näherkommen nimmt MIA die Wurststückchen von der Hand und frisst sie neben mir auf ! Die Erziehung von so einem Angsthasen gleicht einem „Tanz auf dem Drahtseil“. Man muss höllisch aufpassen, dass dieser Hund nicht zu einem „Angstbeisser“ wird …. jedoch auch eine straffe Führung (= ALLES kann man nicht durchgehen lassen).

10.07.2019

Die Schule beginnt ! Wenn man MIA denn mal mühevoll eingefangen hat, lässt sie sich widerstandslos hochheben und verfällt in eine Art „Schock-Starre“. SOWAS ! Nun meinte gestern auch mein Tierarzt: MIA ist mit sehr großer Wahrscheinlichkeit

! trächtig !

Natürlich habe ich nun überhaupt keine Ahnung, wann der Wurftermin sein wird – da wir sie ja erst seit ganz kurzem da haben. Ich habe MIA nun in der Tiervergabe als „nicht zu vermitteln“ gekennzeichnet und wir warten jetzt mal ab. Sollte sie tatsächlich trächtig sein, müssen wir schnellstens ihr Verhalten korrigieren. Als Mutterhündin muss sie (wenigstens von mir … als sog. „Tante“) händelbar sein – und – ganz wichtig – sie gibt sonst dieses ängstliche Verhalten an die Kleinen weiter. Und das jetzt, in der „Hauptsaison“ meiner gut besuchten Tierpension = Wir müssen umplanen.

MIA – der einzige Hund, von dem wir keinen vernünftigen Vergabe-Film machen konnten.

28.06.2019bis 05.07.2019:

Die allerersten Tage. Gottlob ist Schönwetter ! MIA ist überhaupt nicht „warm“ in der Gruppe und schleicht als Einzelgänger herum (wie auf dem Vorab-Kurzvideo). Sie nächtigt nachts alleine draußen im Körbchen unter dem Tisch oder unter dem Steg.

Nach weiteren drei Tagen: Immer noch das gleiche = MIA vertraut niemandem.

28.06.2019

Ankunft bzw. Ur-Zustand: Es war sehr nett, dass ich etwa eine Woche vor Ankunft einen ca. einminütigen Film mit meiner künftigen Gruppe bekam. Ich sah erstmalig mein schutzbedürftiges Rudel in Bewegung. Fast alle waren sie da ! Sehr freundlich – zugänglich zu dem Betreuer – liefen lustig in der Gruppe …. bis auf eines …. MIA, die ängstlich mit eingezogenem Schwanz herumschlich. Ich tat das Verhalten als Momentaufnahme ab – möglicher Weise war vorher irgendwas vorgefallen.

Ankunft: Alle brav führbar bzw. tragbar – MIA schwer aus der Box zu holen. Leine probierten wir erst gar nicht, sondern trugen sie rein. Unsere Gäste wirkten zwar recht sauber, rochen auch gut …. jedoch ist das mein Prinzip, dass alle gebadet werden müssen. Würde mal sagen 50 % waren superbrav – der Rest …. naja 🙂 ….. MIA gehörte natürlich zu den „NAJA“