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Terror nach Vermittlungshilfe

Es war von uns gut gemeint. Wir wollten Menschen helfen, die ihr Tierchen nicht mehr behalten können.

Ich schreibe in der Vergangenheitsform - da die SCHNAUZERL Tierzuflucht in Zukunft grundsätzlich keine fremden Tiere inserieren wird.

 

Künftig vergeben wir nur Tiere, die sich  bei uns im Haus  befinden und wir entweder Eigentümer sind oder eine Vollmacht des Besitzers vorliegt, das Tierchen weiter geben zu dürfen. Siehe auch Kapitel  "Aufnahme".

Vermittlung, ohne Besitzer und Tier zu kennen, machen wir  nicht mehr.

Dieser Punkt wird nun ersatzlos gestrichen:

Ihr Tier wird kostenfrei auf der SCHNAUZERL Homepage unter "HUNDE-VERGABE Vermittlungshilfe" oder "KATZEN-VERGABE Vermittlungshilfe" zwei Monate veröffentlicht und ggf. in den Social-Media-Kanälen dargestellt. Rechte und Pflichten bleiben beim Tierbesitzer. Senden Sie bitte eine ausführliche offene Beschreibung samt Fotos Ihres Tieres mit Ihren Kontaktdaten an info@tierzuflucht.at. Selbstverständlich dürfen Sie auf den Beitrag verlinken oder das Bild verwenden. Persönliche Daten des Tierbesitzers werden nicht weitergegeben oder veröffentlicht = als erster Ansprechpartner fungiert das SCHNAUZERL. Kontaktdaten von Interessenten, werden Ihnen per Email mitgeteilt, damit Sie selbstständig mit diesen Kontakt aufnehmen können.

 

WARUM ?

Unser guter Name:

Ich glaube/hoffe/möchte, dass "SCHNAUZERL" weiterhin für professionelle  aufrichtige Beschreibung  der Tiere steht. Wer ein Tierchen von uns nimmt, soll Freude daran haben und eine tierlebenslange liebe Verbindung eingehen.


Der neue Besitzer hat Rechte & Pflichten an seinem Tierchen und wird von dessen "Vergangenheit" in Ruhe gelassen.  Wir haben genügend Erfahrung, die richtigen "Kandidaten" vorzuschlagen. Wir nehmen uns  viel Zeit  für Telefonate und Besichtigungen - gerne mit allen menschlichen neuen Rudelmitgliedern.



Die Ausgangslage bei privaten Vermittlungen:

 

Manchmal wollte der/die Tierhalter/in

  • den/die neue/n Besitzer/in kennen lernen
  • sich selbst den neuen Tierhalter aussuchen
  • das Tier nicht in ein Tierheim bringen
  • sich die Abgabegebühr nicht leisten
  • keine Einrichtung wollte das schwierige Tier
  • etc.

Ich verstehe das.

 


Der Profi sollte Hilfestellung geben können:

Jahrzehnte halfen wir kostenfrei bei der Vermittlung von Tieren

  • mittels dem Führen einer Evidenz-Kartei,
  • mit unseren Social-Media-Möglichkeiten,
  • Homepage und
  • oft im direkten Kontakt.

Manchmal können wir eine  weitere Vorgangsweise  empfehlen oder Telefonnummern passender Einrichtungen weiter geben. Wir werden uns auch künftig bemühen, die richtigen Ansprechpartner zu benennen. Das heißt nicht, dass wir immer zu einer Lösung kommen. Insbesondere dann nicht, wenn Tierbesitzer "beratungsresistent"  sind und/oder unfassbare Vorstellungen von einer Weitergabe haben.

Jeglicher Text nutzte nichts:

Auszug aus vergangenen "Inseraten"
Auszug aus vergangenen "Inseraten"

Wir können bei der privaten Tiervergabe unmöglich  Garantie für Beschreibungen der Tierbesitzer geben. Wir haben meistens weder Besitzer noch Tier gesehen. Bestenfalls gab es Telefonate - meistens nur Emails.

 

Aufgrund des aktuellen Tierschutzgesetzes, welches privaten Tierhaltern das "Feilbieten" ihres Haustieres erschwert und damit die Tierbesitzer durch Äußerungen im z. B. Facebook nicht belastet werden, hatten wir uns  - zum Wohle von Mensch & Tier - dazwischen geschaltet.



Ein Beispiel - "Chronologie des Schreckens":

 

1. Langes Telefonat mit Ex-Besitzerin: Ältere Katze muss weg, da Besitzerin zu wenig Zeit hat und die Katze wohl bei ihr unglücklich ist. Sie soll in kein TH und auch nicht zu uns, sondern die Besitzerin möchte direkt ein nettes neues Plätzchen finden. Geraume Zeit kann sie die schöne, reinrassige Katze noch behalten. Sie möchte sie verschenken - es geht nur darum, dass ihre Katze ein schönes Zuhause bekommt. Ich bitte die Ex-Besitzerin, mir eine Beschreibung und zwei Fotos zu senden und gerne helfe ich dann weiter. Ich sage ihr eindringlich, sie soll die Katze NICHT verschenken (!), sondern wenigstens  € 290,00 verlangen.

Was nix kostet - ist nix Wert ?


2. Ich bearbeite ein Bild  (ähnlich wie weiter unten auf der Seite "MUSTER") und stelle es umgehend ins Netz.

 

3. Eine sehr freundliche ältere Frau  fragt ein paar Tage später telefonisch bei mir an und möchte eigentlich ein junges Kätzchen. Von den TH bekommt sie allerdings keine Einzelkatze (?) - sondern wenn überhaupt - dann MUSS sie zwei Katzen nehmen (?). Ganz nebenbei: Ich persönlich sehe das völlig anders. Ich bitte sie, sich doch auf meiner Homepage die Rassekatze anzusehen - vielleicht passt das ja ? Wenn ja, denn soll sie mich nochmals anrufen und ich gebe ihre Kontaktdaten an die Ex-Besitzerin weiter. .... Kurze Zeit später: Sie ruft an und ist von Katzenbeschreibung begeistert.

 

4. Ich gebe Kontaktdaten der Interessentin per Email an die Noch-Besitzerin weiter.

 

5. Ex-Besitzerin schreibt Email: Katze kann aus dem Netz - sie wurde bereits an die freundliche Frau weitergegeben.

Die ehemalige Besitzerin ist begeistert und dankt uns für unsere Hilfe.

 

6. Ich freue mich.  Wir konnten helfen. Ex-Besitzerin ist glücklich .... neue Besitzerin ist glücklich .... Katze ist glücklich.

 

SO WEIT ....  SO GUT  !

7. Neue Besitzerin ruft nach ca. 1 Woche bei uns an: 

"Was habt ihr mir denn da vermittelt ?"*  .... Hmmmm ? ..... Katze ist glücklich, ist sehr lieb, gesund, wunderhübsch, brav, stubenrein = genauso wie sie sich das Zusammenleben vorgestellt hat = ALLES BESTENS !

Wäre da nicht .... die ....


Die neue Besitzerin hätte die Katze bei der Ex-Besitzerin besichtigt und gleich mitgenommen. Die Ex-Besitzerin hat sie zu sich nach Hause eingeladen, damit diese sich - bei Kaffee & Kuchen - davon überzeugen kann, wie schön es die Katze nun hat. Kaufpreis wollte sie keinen (!) - jedoch hat die neue Besitzerin auf eine geringe Gebühr (€ 100,00) bestanden. Schriftlichen Kaufvertrag gibt es nicht (aber Zeugin, die bei Übergabe dabei war). Es dürften i.w.F. einige Telefonate gewesen sein - unverhofft stand Ex-Besitzerin wieder vor Tür der neuen Besitzerin:  Katze würde ihr fehlen und Katze würde doch unglücklich wirken.

In weiterer Folge laufender Telefon-Terror bei der neuen Besitzerin:  16 x täglich Anrufe

 Ich empfahl der neuen Besitzerin, sich bei zu viel des Terrors an die örtliche Polizei zu wenden.


*:  "Was habt ihr mir denn da vermittelt ?"

NEIN ! - Den "Schuh" ziehen wir uns nicht an. Wir hatten immer deutlich gemacht, dass wir KEINE Garantie  bei privaten Vermittlungen geben können. Wie denn auch ?  Wir kennen grundsätzlich weder Tier noch  Abgeber und schon gar nicht dann das neue Heim.

 

Nun wurde mir erklärt, dass sobald mein Name erscheint - egal, was für Texte ich schreibe - SCHNAUZERL  immer  in Verbindung gebracht wird. Es wird  vom "Kunden" so gesehen, als ob wir eine Empfehlung abgeben. Die Interessenten gehen davon aus, dass wir die Umstände kennen - egal, was für Texte ich schreibe .


Ich wünsche mir, dass  SCHNAUZERL  u.v.a. auch für erstklassige Tiervergabe steht - und deswegen haben wir uns aus der privaten Tiervergabe komplett zurückgezogen. Wir empfehlen nur Tiere, die wir auch im Haus haben. Kontaktdatenaustausch findet keiner statt.

 

Mein Fazit / grundsätzliche Tipps:  1. Beschreibt das Tierchen offen. 2. Von Besuchen / weitergehende Kommunikation  des Ex-Besitzers beim neuen Zuhause (oder umgekehrt) raten wir generell ab, da das weder für das neue - noch das alte Frauchen/Herrchen - noch das Tierchen ratsam ist. 3. Jedes Tier hat einen Kaufpreis. 4. Ein schriftlicher Kaufvertrag ist ratsam. 5. Vereinbart bei privater Vermittlung unbedingt eine Probezeit.

Vielen Dank für euer Verständnis.

Linda Ann Pieper


MUSTER .... Auszüge aus damaliger Vermittlungshilfe:

Damit man sich das Dilemma besser vorstellen kann .... eine Sammlung aus unseren "Inseraten" und wird nur als Symbol dargestellt. Wie oben geschrieben, werden wir künftig  KEINE VERMITTLUNGSHILFE  anbieten.

.... es gibt noch unzählige weitere Beispiele.

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