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Meine wehrhafte trächtige Schülerin MIA

Tiefe Einblicke in unsere Arbeit: Dieses ängstliche Wesen bedarf einer besonderen Behandlung.

 

MIA ist leider extrem ängstlich. An der Leine rastet sie völlig aus - beisst sich blutig in die Zunge - versucht Karabiner zu öffnen - hängt mit beiden Pfoten im Halsband etc. Wenn man sie hochhebt und wieder auf den Boden setzt - das gleiche. Sie kommt nicht = man muss sie fangen. Leckerchen nimmt sie nur heimlich und alleine. In den paar Tagen bei uns hat sie es aber schon halbwegs verstanden liegen zu bleiben, wenn man beim Fangen "SCHHHHHHHH" säuselt.

 

 

 

 

Sie kommt einem fast vor wie ein

ängstliches bockendes Rodeo-Pferd !


Chronologie:


2019-07-16:  Es hilft nichts - "WIR" müssen, aufgrund der Trächtigkeit, schnellstmöglich an die Leine ! Heute habe ich etwas mehr Zeit - ab morgen kommen noch mehr "Hotelgäste" - u.a. auch dominante Großhunde. Deshalb heute "Doppelschulung" ....

 

Begeisterung sieht anders aus .....

 

Da ich nur eine sehr vage Vorstellung davon habe, wann die Geburt sein wird, muss MIA dringend händelbarer werden. Ich muss bei ihr Saubermachen können - der Tierarzt muss sie untersuchen können - es wäre schön, sie würde mir mehr vertrauen. Es hat weder SIE noch ein MENSCH was davon, wenn sie dermaßen durchdreht.

 

Natürlich bockte MIA heute, war dann hochgradig beleidigt und nahm kaum noch Wurststückchen = Entwurmung mittels Rachenwurf = warten und warten und warten, bis sie sich entspannt und dann doch Wurststückchen nimmt. Heimlich (während Fresschen) Leine runter - weiter frei sitzend Wurststückchen - irgendwann war Behälter leer - ICH (!!!) beendete Übung.

 

Zusammenfassung: Es war  wie erwartet = nicht besser & nicht schlechter - aber heute  KEINEN KRATZER !

 

 

 

 

Der zweite helle Hund ist ein Hotelgast ihrer Gruppe, dem es bestens schmeckte :). Er zeigte MIA, wie es geht, ein vernünftiger Begleithund zu sein :).


 

 

2019-07-15:  Wir bereiten uns auf die Geburt vor - ganz wichtig ist, das Muttertier zu entwurmen. Hat super funktioniert mit Vierteltablettenstücken in Wurst gedrückt (Rachenwurf nicht erforderlich ) Ganz kleine Fortschritte werden erkennbar.


2019-07-13:   Wir brauchen mehr WURST !!!  Es sieht heute schon viel besser aus !  Ich habe ein weiteres, zu fremden Menschen ängstliches, Tierchen in der Tierpension - und dachte mir, das spezielle "Training" schadet auch meinem Hotelgast nicht !

 

Ich darf euch einladen, bei einer Schulungseinheit mitzukommen. Gesamtdauer der Übung ca. 30 Minuten (Filmzusammenschnitt: nur ca. 3 !)


 

Positive Entwicklung heute!  Schülerin liegt bereits nach wenigen Minuten nicht mehr ängstlich - zitternd - am Boden kauernd - in Schock-Starre - im letzten Eck .... Vielleicht bald gar nicht mehr ??? ..... 

 

2019-07-12:  Positive Bewegung ! Das Verhalten zu den anderen Hunden ist schon viel besser !

 

Hinter dem Zaun ist MIA mutiger - kaum geht ein Mensch ins Rudel, flüchtet sie mit eingezogenem Schwanz.


Was tun ??? ..... BESTECHUNG ??? ..... Erst hinter dem Zaun - dann direkt bei ihr.

Hmmmmm ! Es ist einfach zuuuuu lecker !

 

Nach etwa 30 Minuten Locken - Werfen - Näherkommen nimmt MIA die Wurststückchen von der Hand und frisst sie neben mir auf ! Die Erziehung von so einem Angsthasen gleicht einem "Tanz auf dem Drahtseil". Man muss höllisch aufpassen, dass dieser Hund nicht zu einem "Angstbeisser" wird .... jedoch auch eine straffe Führung (= ALLES kann man nicht durchgehen lassen).

2019-07-10:  Die Schule beginnt ! Wenn man MIA denn mal mühevoll eingefangen hat, lässt sie sich widerstandslos hochheben und verfällt in eine Art "Schock-Starre"SOWAS ! Nun meinte gestern auch mein Tierarzt: MIA ist mit sehr großer Wahrscheinlichkeit

 

! trächtig !


 

Natürlich habe ich nun überhaupt keine Ahnung, wann der Wurftermin sein wird - da wir sie ja erst seit ganz kurzem da haben. Ich habe MIA nun in der Tiervergabe als "nicht zu vermitteln" gekennzeichnet und wir warten jetzt mal ab. Sollte sie tatsächlich trächtig sein, müssen wir schnellstens ihr Verhalten korrigieren. Als Mutterhündin muss sie (wenigstens von mir ... als sog. "Tante") händelbar sein - und - ganz wichtig - sie gibt sonst dieses ängstliche Verhalten an die Kleinen weiter. Und das jetzt, in der "Hauptsaison" meiner gut besuchten Tierpension = Wir müssen umplanen.

MIA - der einzige Hund, von dem wir keinen vernünftigen Vergabe-Film machen konnten.


 

2019-06-28 bis 2019-07-05:   Die allerersten Tage.  Gottlob ist Schönwetter ! MIA ist überhaupt nicht "warm" in der Gruppe  und schleicht als Einzelgänger herum (wie auf dem Vorab-Kurzvideo). Sie nächtigt nachts alleine draußen im Körbchen unter dem Tisch oder unter dem Steg.

 

Nach weiteren drei Tagen:   Immer noch das gleiche = MIA vertraut niemandem.

2019-06-28:  Ankunft bzw. Ur-Zustand:  Es war sehr nett, dass ich etwa eine Woche vor Ankunft einen ca. einminütigen Film mit meiner künftigen Gruppe bekam. Ich sah erstmalig mein schutzbedürftiges Rudel in Bewegung. Fast alle waren sie da ! Sehr freundlich - zugänglich zu dem Betreuer - liefen lustig in der Gruppe .... bis auf eines .... MIA, die ängstlich mit eingezogenem Schwanz herumschlich. Ich tat das Verhalten als Momentaufnahme ab - möglicher Weise war vorher irgendwas vorgefallen.

 

Ankunft:  Alle brav führbar bzw. tragbar - MIA schwer aus der Box zu holen. Leine probierten wir erst gar nicht, sondern trugen sie rein. Unsere Gäste wirkten zwar recht sauber, rochen auch gut .... jedoch ist das mein Prinzip, dass alle gebadet werden müssen. Würde mal sagen 50 % waren superbrav - der Rest .... naja :) ..... MIA gehörte natürlich zu den "NAJA"

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