2020-05-03:  Faktencheck Tierheim Hallein / JUNA

Da sich die Betreiber des Tierheimes Hallein aktuell öffentlich (zwar indirekt aber offensichtlich) über uns, unseren Partner und zu einem unserer Vergabehunde negativ äußern, stellen wir dazu hier einiges richtig. 

 

Vorab halten wir fest, dass diese Art der "Verleumdung" nicht das erste Mal war und wir künftig dagegenhalten werden und mithin die Dinge u.U. auch juristisch klären werden.
 
Wir hätten dieses gerne vermieden, aber man lässt uns keine Wahl, andernfalls hört das sonst wohl nie auf. Jahrelang haben wir dem Treiben mehr oder weniger kommentarlos zugesehen. Aber irgendwann ist die „rote Linie“ überschritten. Siehe auch Blog-Beitrag über "Tierschützer".

 

Fakten:  JUNA (vormals ROSI) sitzt seit 18.04.2020 im Tierheim Hallein und wartet darauf abgeholt zu werden.  Zumindest macht das den Anschein, da sie auf der Homepage des Vereins als reserviert gekennzeichnet wurde (siehe nachstehenden Screen-shot).

Auf die mit „rot“ gekennzeichneten Passagen, werden wir Anlass bedingt nachstehend im Detail eingehen.

zu 1:  "komischer Verein"

"Wir kennen keinen komischen Verein!" Frage: Wer oder was soll dieser „komische“ Verein sein? Gleichwohl scheinen wir oder unser deutscher Partnerverein gemeint zu sein, da wir diese Hündin ursprünglich vergeben hatten. Die Schnauzerl Tierzuflucht ist aber kein Verein, sondern Teil eines Gewerbebetriebes mit Betriebsstätte in Neumarkt am Wallersee. Das Schnauzerl hatte zuvor diese Hündin von dem Partner übernommen, welches in Rumänien ein großes Tierheim unterhält.

zu 2:  "schnellstmöglich"

 

 

Wir vermitteln grundsätzlich keine Tiere schnellstmöglich! 
 
Das Schnauzerl ist ein Familienbetrieb und sämtliche Vermittlungen unserer Hunde macht gegenwärtig die Inhaberin, Frau Linda Ann Pieper. Die Verbleibdauer eines Tieres ist im Wesentlichen abhängig vom Charakter und der Sozialisierung. Erst wenn das Verhalten zum Menschen und Artgenossen stimmig ist, kommt ein Tier in die Vergabe.
 
Bezogen auf JUNA war der tatsächliche Ablauf wie folgt:

  • Übernahme vom Partner am 07.11.2019.
  • Dezember 2019: Halbstündiges Telefonat mit Beschreibung des Tierchens
  • Erste persönliche Besichtigung (Dauer ca. 2 Stunden mit Spaziergang an der Leine, zeigen was der Hund kann (SITZ / PLATZ), Teilnehmer ganze Familie (3 Personen), Leckerchen von der Hand nehmen, mit Erklärung zur Vorgeschichte)
  • dann – einige Tage später - eine telefonische Reservierung
  • Anfang Januar 2020: Zweite persönliche Besichtigung mit Abholung, die wiederum einige Tage später mit weiterer Verweildauer von etwa 30 Minuten.

Zusammenfassend stellen wir fest, dass JUNA zunächst etwa 4 Wochen auf unserer Anlage betreut wurde, um dann nach mehrtägiger Bedenkzeit und umfangreicher Vermittlungsdauer vergeben wurde.

 

Bereits nach wenigen Tagen erhielten wir bereits eine erste positive Rückmeldung (siehe nebenstehendes Bild).

 

 

zu 3:  "kleiner Spielgefährte"

Was heißt „kleiner Spielgefährte“? 

Der  "KLEINE SPIELFGEFÄHRTE AUF ZWEI BEINEN" ist ein junger, ca. 1,85 m großer, Mann.

zu 4:  "Hundehaarallergie - Abgabegrund ?"

Der wahre Abgabegrund nur vorgetäuscht ? Wir hatten die Hündin JUNA dann nach einigen Wochen das erste Mal zurück genommen, nachdem diese – nach Angaben des Halters - den o. a. „kleinen Spielgefährten“ eines Nachts gebissen haben soll. Ein durchaus verständlicher Grund, wenn gleich die eigentliche Ursache dieses Beissvorfalls in der falschen Führung lag, wie aus den Erzählungen der Halterin geschlossen werden konnte. Die Hündin JUNA hatte sich nämlich im Laufe der Zeit über den Menschen gestellt und ihr Revier mithin auch mal verteidigt.

Nach nur einer Woche auf unserer Anlage kam der Ehemann der Halterin und wollte JUNA zurück haben. Sie würde der Familie fehlen, seine Frau wäre fortan traurig und er möchte ihr eine Freude damit machen, JUNA wieder in die Familie zurück zu bringen. Wir gaben ihm unmissverständlich zu verstehen, dass ein hin und her für das Tier nicht vorteilhaft ist und baten ihn sich dieses sehr gut zu überlegen, da dieses eine Entscheidung für immer bedeutete. Wenige Tage später kam er erneut und versicherte nur das Beste für JUNA zu wollen und wir gaben ihm die Hündin dann mit.

zu 5:  "keine Chance - man wollte nicht zurücknehmen"

Dann kam Corona! Es gab nur wenige Ausnahmen (siehe Bild) ein Tier in dieser Zeit aufzunehmen! Das sollte ein Tierheim eigentlich wissen.


Dann erfuhren wir nach Wochen, dass JUNA im Facebook angeboten worden wäre. Auf das hin telefonierten wir sofort mit dem Halter und er meinte, die Hündin müsse gleich weg. Von einer Allergie war keine Rede, denn wir kannten beide das Problem.

Dem Halter wurde mitgeteilt, dass es seit Mitte März 2020 gesetzliche Vorgaben gibt, die uns gezwungen hatten, den Betrieb vorübergehend komplett einzustellen. Ab 15.05.2020 öffnen wir - GOTTLOB - die Tierzuflucht wieder für alle Hunde und Katzen. Wir könnten JUNA dann u.U. auch wieder bei uns aufnehmen.


zu 6:  "taue ich auch wieder auf"

Damit  ein Außenstehender eine

Vorstellung von der kleinen Hündin bekommt -

Video und Fotos sind von uns.

JUNA war nie gefroren!  Die Selbstbeweihräucherung in dem Absatz, lasse ich mal dahingestellt. Jedoch zu "TAUE ICH WIEDER AUF UND GEWINNE VERTRAUEN" möchte ich festhalten, dass JUNA immer schon eine sehr zugängliche, vertrauensvolle Hündin war und bestimmt auch jetzt noch ist. Bei den Ex-Besitzern hat sie es sehr gut gehabt, aber ist scheinbar die Familie eher weniger dominant. Eben das dürfte dazu geführt haben, dass sich JUNA über den Menschen stellte ?
 
Unter konsequenter liebevoller Führung ist JUNA eine tatsächlich sehr liebe Hündin und ist auch bestimmt mit ein Grund, warum sie (nach noch nicht Mal einer Woche) im Tierheim Hallein schon wieder als "reserviert" geführt wird. Ich hoffe, dass dem Reservierer mitgeteilt wurde, wie sich JUNA tatsächlich entwickeln könnte, damit sie nicht in etwa 1,5 Monaten wieder als "bissig" zurückkommt.


zu 7: "Erde wird gerade von einer schlimmen Krankheit heimgesucht"

Die naive Beschreibung des Codiv-19-Virus ist eines Profis nicht würdig. Der Virus, der zur weltweiten Pandemie führte hat absolut gar nichts mit dem Coronavirus beim Hund zu tun.


Update 05.05.2020: 

Wir haben über Social-Media ein sehr gutes Kommentar erhalten, was wir hier gerne veröffentlichen.

KOPIE:


Aus gegebenem Anlass hier mal meine grundsätzlichen Gedanken zu Tierheimen:

Als ich vor rd. 10 Jahren in die Tierschutzszene – erst in Deutschland, später in Österreich – einstieg, war ich über die Missgunst innerhalb der Szene geschockt.

Da will man den Tieren was Gutes tun und dann das. Ich stelle mir oft die Frage: „Es geht doch um das Wohl der Tiere und es müssten doch (eigentlich) alle am gleichen „Strang“ ziehen?

Fehlanzeige! „Es geht um Macht, Geld“! und das schürt Missgunst!

Und zwar, „Macht“ im Hinblick auf die Vergabe der Tiere, frei nach dem Motto, ich (Tierheim xy) entscheide, ob Du das Tier überhaupt bekommst! Die Interessenten werden teils behandelt wie „Bittsteller“ und es müsste (zum Wohl der Tiere) geprüft werden, ob man „fähig“ und „in der Lage“ ist ein Tier zu halten. Ich als mündiger Bürger weiß doch wohl am besten, ob ich mir die Haltung eines Tieres zutraue und ob ich in der Lage bin das Tier bis zu seinem Lebensende in meinem Haushalt zu führen.

Fehlanzeige! Zumindest aus Sicht dieser meist - äußerst zickigen - Damen. Da müsste man erst einmal eine „Platzkontrolle“ machen und ich (Interessent) müsste diesen „Damen“ erst einmal unter Beweis stellen, dass ich mit Tieren (i.d.R. Hund) umgehen kann, das heißt dann „Nachkontrolle“. Und, um das alles auf „halbwegs“ rechtlich gesicherte Beine zu stellen, erfolgt die Abgabe des Tieres mittels eines sogenannten „Schutzvertrages“.

Da fragt man sich: „Schutz für wen?“. Bei näherer Betrachtung stellt man fest, „Schutz für das Tierheim!“ Sollte sich im Laufe des Lebens (hier ist i.d.R. das Tier gemeint) herausstellen, dass das Zusammenleben nicht funktioniert, stellt man nüchtern fest, dass das Tier gar nicht mir gehört. Ich darf zwar alles bezahlen, aber im Falle eines Falles kommt das Tierheim und holt das Tier ab!

Da wundert es mich auch nicht, dass so manche Tierheime am Limit arbeiten und bis zum Anschlag voll sind, was auch bei so manchen Tierschutz Ombudsleuten übel aufstößt.

Und da wären wir beim Thema Geld!

Ist Euch schon mal aufgefallen, dass die Tierheime in „schmuddeligen Gegenden“ am Stadtrand liegen und diese – nicht selten - durch zugehängte Zäune von außen nicht einsehbar sind! Warum? fragt man sich. Haben die was zu verbergen? Behandeln die die Tiere überhaupt richtig? Jemand der etwas verkaufen (abgeben) möchte, zeigt doch seine „Ware“ oder etwa nicht?

Die meisten Tierheime bekommen staatliche Zuschüsse, um überhaupt „am Leben“ bleiben zu können. Wiederum andere Tierschutzvereine „keilen“ Spenden und Mitglieder, teils auf fragwürdige Art und Weise. Dann werden nicht selten Flohmärkte durchgeführt dessen Einnahmen „angeblich“ den Tieren zu Gute kommen sollen. Gleichwohl sieht man eine Vielzahl von Menschen, die „angeblich“ ehrenamtlich und mithin umsonst dort arbeiten sollen. Schaut man mal da und dort „hinter die Kulissen“ stellt man nüchtern fest: Fehlanzeige! Da leben ganze Familien von.

Und da wären wir beim Thema Missgunst! Keiner gönnt dem anderen was. Die "Erfolgreichen" in dieser Szene werden mit Anzeigen, Anschuldigungen und üblen Nachreden überzogen. Da wird dann auch immer wieder behauptet, die machen das nur des Geldes wegen.
Eines muss man an dieser Stelle einmal klar stellen. Im Tierschutz kann man keine Wertschöpfung betreiben. Entweder man macht es aus Überzeugung oder man lässt es. Daher ist auch die Missgunst völlig fehl am Platz. Schaut man sich die „Erfolgreichen“ einmal näher an, wird man schnell feststellen, dass diese weitaus mehr für den Tierschutz tun als die weniger Erfolgreichen.

Fazit: Die Existenzberechtigung mancher Einrichtungen bezweifle ich und sollte alsbald auf den Prüfstand gestellt werden.